Der Passivhausstandard des Passivhaus Instituts (PHI] Darmstadt ist der weltweit anspruchsvollste energetische Baustandard. Er senkt den Heiz- und Kühlenergiebedarf um bis zu 90 % gegenüber dem herkömmlichen Gebäudebestand – bei höchster thermischer Behaglichkeit und exzellenter Raumluftqualität. Kaltgewalzter Stahlleichtbau (CFS] eignet sich durch seine dauerhafte Verzugsfreiheit und millimetergenaue CNC-Vorfertigung optimal für diesen Standard.
Die 5 baupysikalischen Grundsäulen des Passivhauses
- Lückenlose Superdämmung der Hülle: Außenwände, Dachflächen und Bodenplattenanschlüsse erreichen U-Werte von U ≤ 0,11 - 0,14 W/m²K.
- Wärmebrückenfreie Konstruktion: Alle Anschlussdetails erfüllen das Kriterium Ψ ≤ 0,010 W/mK. Der Temperaturfaktor fRsi ≥ 0,75 schließt Tauwasser und Schimmelbildung an jeder Stelle der Hülle aus.
- Passivhaus-zertifizierte 3-fach-Verglasung: Fenster mit Uw ≤ 0,80 W/m²K, Ug ≤ 0,50 - 0,60 W/m²K, thermisch getrenntem Randverbund (warme Kante] und außenliegenden Raffstores.
- Hervorragende Luftdichtheit: Der Blower-Door-Wert bei 50 Pa Differenzdruck muss n50 ≤ 0,60 h⁻¹ unterschreiten (SerVilla erzielt im Mittel 0,35 h⁻¹].
- Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung (KWL]: Kontrollierte Lüftung mit einem effektiven Wärmebereitstellungsgrad von ≥ 85 \% und F7-Feinstaubfilterung für permanent frische Luft ohne Zugerscheinungen.
Tauwasserschutz und Schichtenfolge im Stahlbau
Da Stahl Wärme leitet, ist das grundlegende Konstruktionsprinzip im Stahl-Passivhaus die vollständige thermische Kapselung von außen:
- Die tragenden Stahlständer werden außen lückenlos mit 120–160 mm druckfester Steinwolle überdämmt. Das Tragwerk verbleibt dadurch ganzjährig im behaglich warmen Innenklima.
- Innen sorgt eine feuchtevariable Dampfbremse (Sd = 0,2m – 20m] für sichere Absperrung im Winter und maximale Rücktrocknung im Sommer.
- Eine vorgelagerte 50 mm Installationsebene stellt sicher, dass Elektroleitungen und Dosen die Luftdichtheitsfolie niemals durchdringen.