Während im konventionellen Wohnungsbau die Luftqualität oft zufälligen Fensterlüftungen überlassen bleibt, verbringen Mitteleuropäer durchschnittlich 90 % ihrer Lebenszeit in geschlossenen Räumen. In hochgradig luftdichten Passivhäusern entscheidet die Reinheit der Raumluft maßgeblich über Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Schlafqualität. Schadstoffausgasungen wie Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOC), Radon und Feinstaubpartikel (PM2.5, PM10) dürfen sich in der luftdichten Gebäudehülle keinesfalls anreichern. Durch die konsequente Verwendung von anorganischem Leichtbaustahl schließt SerVilla Bindemittel- und Leimemissionen vollständig aus und gewährleistet mit medizinischer Filtertechnik höchste Raumluftgüte.
1. Emissionsphysik: Leichtstahlbau vs. OSB / Holzwerkstoffe
Holzrahmenbauten nutzen zur Aussteifung häufig OSB-Platten oder Spanplatten, deren synthetische Kleber (Phenol-Formaldehyd, MDI) über Jahre hinweg flüchtige Stoffe an den Innenraum abgeben können:
- AgBB-Bewertungsschema & DIN EN 16798-1: Der Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten (AgBB) fordert TVOC-Werte unter 0.3 mg/m³.
- Vollkommen emissionsfreier Stahl: Die verzinkten Stahlprofile von SerVilla (Güte S350GD+Z275) sind zu 100 % anorganisch. Sie benötigen weder Klebstoffe noch Flammschutzmittel oder Holzschutzmittel. Die Formaldehydemission beträgt absolut 0.00 ppm.
- Keine Schimmelpilzbildung: Stahl nimmt keine Feuchtigkeit auf und bietet Schimmelsporen keinerlei organischen Nährboden.
2. Mehrstufige Filterarchitektur nach ISO 16890 & DIN EN 1822
Die in das KWL-System integrierten Filterstufen reinigen die Außenluft zuverlässig:
- G4-Grobfilter (ISO Coarse 65%): Scheidet groben Blütenstaub, Flusen und Fluginsekten ab.
- ePM1 80% (F7-Feinstaubfilter): Hält Rußpartikel aus Dieselemissionen und Feinstaub bis zu 1 Mikrometer zu 80 % zurück.
- HEPA-Schwebstofffilter H13: Filtert mikroskopische Schwebstoffe, Bakterien und virustragende Aerosole mit einem Abscheidegrad von 99.95%.
- Aktivkohleeinsatz: Bindet Gerüche, Ozon sowie verkehrsbedingte Stickoxide (NOx) und Schwefeldioxid (SO2) durch Adsorption.
| Raumluftparameter | Standard-Bestandsbau | SerVilla Passiv-Stahlhaus | Richtwert (WHO / AgBB) | Technische Maßnahme |
|---|---|---|---|---|
| Formaldehyd (HCHO) | 0.08 – 0.15 ppm | < 0.01 ppm | ≤ 0.03 ppm | Anorganischer Stahlbau & Gipsfaserplatten |
| TVOC-Konzentration | 1.2 – 3.5 mg/m³ | < 0.2 mg/m³ | ≤ 0.3 mg/m³ | Lösemittelfreie EMICODE EC1+ Dichtstoffe |
| CO2-Gehalt (Schlafraum) | 1.400 – 2.200 ppm | 550 – 750 ppm | ≤ 800 ppm | Konstant 30 m³/h Frischluft pro Person |
| Feinstaub (PM2.5) | 25 – 45 μg/m³ | < 2 μg/m³ | ≤ 5 μg/m³ | ISO ePM1 80% & HEPA H13 Filterkaskade |
| Radonbelastung | 120 – 350 Bq/m³ | < 20 Bq/m³ | ≤ 100 Bq/m³ | Radondichte Bodenmembran & balancierte Lüftung |
3. CO2-Konzentration und bedarfsgeführte KWL
Ab einem Kohlendioxidgehalt von 1.000 ppm sinkt die menschliche Konzentrationsfähigkeit merklich. Optische NDIR-Sensoren steuern die variable Volumenstromregelung (VAV) raumweise so, dass die CO2-Werte auch nachts stabil unter 750 ppm verharren.
4. Feuchterückgewinnung durch Enthalpiewärmetauscher
Im Winter neigt kalte Außenluft nach dem Erwärmen zu extremer Trockenheit. Der eingesetzte Polymer-Enthalpietauscher überträgt bis zu 65 % der Abluftfeuchte zurück auf die Zuluft und bewahrt so eine behagliche relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 %.