Leitfaden-Thema
Foundation And Slab Guide
Autor & Prüfung
SerVilla Ingenieur- & Redaktionsteam
Zielstandards
Passive House, KfW 40, Minergie
Bemessungsnorm
Eurocode 3, Eurocode 8, ISO 9972
Stand
2026 Q3 / Güncel
Technischer Leitfaden & Systemvergleich

Fundament- & Bodenplatten-Leitfaden | Passive Steel Homes

Umfassender Leitfaden zu Stahlleichtbau, Bauphysik, Energiestandards und Planungssicherheit.

Fundament- und Bodenplatten-Leitfaden für Passivhäuser: Thermisch getrennte Schwedenplatte & Verankerung

Bei der Realisierung von Passivhäusern im Stahlleichtbau bildet der erdberührte Gebäudeabschluss eine zentrale Schnittstelle für Energieeffizienz und Bauwerksstatik. Während konventionelle Bodenplatten erhebliche Wärmebrücken am Sockel aufweisen, gewährleistet die Kombination von SerVilla-Stahlkonstruktionen mit einer thermisch entkoppelten Schwedenplatte einen lückenlosen Wärmeschutz.

1. Wärmebrückenfreie Gründungskonzepte (Schwedenplatte]

Die lastabtragende gedämmte Bodenplatte bettet das gesamte Betonfundament in eine lückenlose Wanne aus extrudiertem Polystyrol (XPS] ein.

  • Durchgehende Dämmebene: Kein direkter Betonkontakt zum Erdreich; Bodenplatten-U-Wert von U ≤ 0,12 W/m²K.
  • Linearer Wärmebrückenverlustkoeffizient: Am Sockelanschluss wird ein Wert von Ψ ≤ 0,010 W/mK sicher eingehalten, wodurch Tauwasserausfall und Schimmelbildung am Fußpunkt ausgeschlossen sind.
  • Thermische Bauteilaktivierung: Fußbodenheizungsrohre werden direkt in die 18–20 cm starke Stahlbetonplatte eingegossen und nutzen deren Speicherfähigkeit als Niedertemperatur-Puffer.

2. Lastabtragende XPS-Unterbodendämmung & Druckfestigkeit

Unter tragenden Bauteilen darf die Dämmung auch bei jahrzehntelanger Dauerlast nicht nachgeben.

  • Druckspannung: Unter Außen- und tragenden Innenwänden kommen XPS-Platten mit 300 bis 500 kPa zulässiger Dauerdruckfestigkeit (bei 2 % Stauchung] zum Einsatz.
  • Wasseraufnahme: Die geschlossenzellige Porenstruktur garantiert eine Wasseraufnahme unter 0,7 Vol.-% und dauerhafte Frost-Tau-Wechselbeständigkeit.

3. Kaltprofil-Bodenanschluss, Schwerlastanker & Quellmörtelbett

  • Zugelassene Verankerung: Übertragung von Zug- und Querkräften gemäß Eurocode 8 über ETA-geprüfte M12–M16 Verbundanker (Injektionsmörtel] oder Schwerlastankerbolzen.
  • EPDM-Trennstreifen & Feuchtigkeitssperre: Zwischen der verzinkten Stahl-Bodenschiene und der Betonplatte wird ein vorkomprimiertes EPDM-Dichtband vollflächig verlegt.
  • Kraftschlüssiges Untergießen: Höhentoleranzen werden nach Montage der Rahmenelemente mit schwindfreiem, hochfestem Vergussmörtel vollflächig kraftschlüssig unterfüttert.

4. Feuchteschutz, Kapillarbrechende Schichten & Radonabdichtung

  • Radondichte Membran: Vollverschweißte 1,2 mm starke Elastomer- oder Polyethylenbahn unter der Dämmung verhindert das Einströmen radioaktiver Bodengase.
  • Kapillarbrechende Schotterschicht: Mindestens 20 cm gewaschener Rundkies/Schotter (Körnung 16/32] mit umlaufender Ringdrainage nach DIN 4095.

5. Maßtoleranzen nach DIN 18202 & Baugrundübergabe

  • Ebenheitstoleranz: Maximal ± 5 mm Höhenabweichung über die gesamte Gebäudelänge gemäß DIN 18202 Tabelle 3 Zeile 4.
  • Rechtwinkligkeit: Maximale Diagonaldifferenz ± 10 mm.
  • Betonreife: Montagefreigabe nach Erreichen der Mindestdruckfestigkeit (mind. 14 Tage Erhärtung, Güte C25/30].
Transparenz- & Redaktionshinweis: Die in diesem Leitfaden dargestellten Vergleiche basieren auf über zwei Jahrzehnten internationaler Erfahrung von SerVilla im Leichtbaustahl sowie auf den Eurocode-Bemessungsnormen und Passivhaus-Kriterien. Für verbindliche Entscheidungen erstellen unsere Ingenieure eine standortbezogene Statik- und Baukostenkalkulation.

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Häufig gestellte Fragen

Wichtige Antworten zu Bauweise, Zertifizierung und Projektablauf.

Nein. Die Modelle sind Architekturkonzepte. Eine Zertifizierung wird nur mit passendem Gebäudezertifikat ausgewiesen. Fragen Sie den projektbezogenen Planungs- und Nachweisumfang an.

Sie können einen vorhandenen Entwurf anfragen. Die Anpassung an Stahlbau, Grundstück und Energieziel wird vor Fertigung geprüft.

Die vier Materialpakete enthalten Fundament und Erdarbeiten nicht. Örtliche Fundamentplanung und Ausführung werden im Angebot ausdrücklich zugeordnet.

Nein. Förderfähigkeit hängt von Programm, Antragsteller, Projekt und Antragsbedingungen ab. Die zuständige örtliche Fachperson prüft den aktuellen Weg.

Die Länderliste ist ein Informationsleitfaden. Transport, Montage und örtliche Unterstützung werden für Zielort und Umfang bestätigt.

Die Dauer hängt von Planung, Genehmigungen, Beschaffung, Fertigung und Baustellenbereitschaft ab. Fordern Sie einen Terminplan mit Zuständigkeiten und Abhängigkeiten an.

Die geltenden Bedingungen stehen im Vertrag und den einschlägigen Produktunterlagen. Eine allgemeine Website- oder Katalogaussage legt keine projektbezogene Garantiezeit fest.

Nein. Es erstellt eine Nachricht, die Sie in WhatsApp prüfen und selbst senden. Alternativ kopieren Sie sie in eine E-Mail an SerVilla.

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